Systemische Aufstellungen

Das Innere Team nach Schulz von Thun

Es gibt Momente im Leben die Anlass dazu geben, etwas zu verändern und sich neu aufzustellen. Auslöser können teils schmerzhafte, freudvolle oder verunsichernde Ereignisse sein. Ein Ereignis kann auch alles zusammen bedeuten wie z. B. ein Abschiedsschmerz, eine Trennung, oder der Verlust des Arbeitsplatzes. Oft ist es auch der Druck von außen, der einem die Kraft nimmt. Das Gefühl zu haben, nur zu funktionieren und ständige Erwartungen erfüllen zu müssen, beruflich wie auch privat. Seine Wünsche und Bedürfnisse zu kommunizieren fällt in solchen Situationen meist sehr schwer.

Mit der systemischen Aufstellung Ihres Inneren Teams helfe ich Ihnen eine Reise in Ihr Innenleben zu unternehmen. Diese Methode nach Schulz von Thun ist darauf ausgerichtet, dass Sie sich der verschiedenen Anteile in Ihnen, wie z. B. Angst, Trauer, Wut, Ehrgeiz, Frust bewusst werden und diese seit Kindertagen antrainierten Muster zu verändern. Die Methode eignet sich für alle Anliegen egal ob Sie an Ihrer beruflichen Karriere oder an Ihrer privaten Situation etwas verändern wollen. Auf Ihrer persönlichen Entwicklungsreise können Sie neue Wege und Perspektiven für sich schaffen. 

Nach dem Prinzip, „Wer bin ich und wenn ja wie viele“ gehen Sie mit sich selbst in Dialog. Denn nur wer sein eigenes Team im inneren richtig aufstellen kann, also alle beisammen hat, wird authentisch, wesensgerecht und stimmig kommunizieren können. Privat wie auch beruflich können Sie dadurch Konflikte im Vorfeld vermeiden.

Im Einzelsetting können Sie Ihre Persönlichkeitsanteile mittels Spielfiguren aufstellen. Auf diese einfache Weise lässt sich visualisieren, welche Anteile nahe beieinander stehen - also auf Koalitionen, Abhängigkeiten, Loyalitäten hinweisen - und welche eher ein Außenseiterdasein führen und entsprechend wenig beliebt sind - aber gleichwohl präsent.

 

 

 

INNERES TEAM NACH FRIEDEMANN SCHULZ VON THUN

Der Mensch, so seine Schlussfolgerung, besitzt nicht nur eine Persönlichkeit, sondern viele verschiedene Persönlichkeitsanteile, die sich in ihren unterschiedlichen Normen und Werthaltungen nicht selten gegenseitig im Wege stehen. Deshalb tut der Mensch, was er 'eigentlich' nicht will, sagt etwas, was er später bitterlich bereut oder verliert aus scheinbar nichtigem Anlass die Nerven, obwohl er ansonsten 'die Ruhe in Person' ist.

Diese verschiedenen Persönlichkeitsanteile bezeichnet Schulz von Thun als 'Inneres Team'. Die Anteile stehen in einem ständigen inneren Dialog miteinander - meist ohne dass man sich dessen bewusst ist. Der Dialog dieser Anteile untereinander ist das, was unser alltägliches Denken ausmacht. Die Mitglieder des inneren Teams sitzen quasi als Vertreter bestimmter Rollen, Erfahrungen und Anschauungen um einen runden Tisch, unterhalten sich über ihre Wünsche und Ängste und versuchen, ihre Ziele durchzusetzen. Einige sind laut und dominant, andere leise und zögerlich. Einige Anteile kooperieren, während andere in Konkurrenz zueinander stehen. Und bisweilen scheint es ihnen unmöglich, zu einer tragfähigen gemeinsamen Entscheidung zu kommen.

Wird der innere Kampf zwischen den Persönlichkeitsanteilen zu heftig, führt das unweigerlich zu Problemen in der Kommunikation nach außen. Das Verhalten und die Äußerungen des Gesprächspartners erscheinen konfus, widersprüchlich, sprunghaft. Typisches Beispiel: 'Ich sehe doch, dass Dich was belastet...' Der Gesprächspartner antwortet mit sarkastischem Unterton: 'Nein, nein, es geht mir blendend!' Doch auch der Betroffene selbst leidet, wenn die durchaus wünschenswerte innere Pluralität unserer Persönlichkeit zu einer inneren Zerrissenheit führt. Er ist mit sich unzufrieden, kann sich zu keiner Entscheidung durchringen, fühlt sich ausgeliefert, hat Schwierigkeiten, sich zu motivieren.

Der Ausweg: den innere Dialog bewusst machen bzw. ihn bewusst führen, damit aus dem zerstrittenen Haufen tatsächlich ein Inneres Team wird. Nur dann ist der Mensch 'mit sich selbst im Reinen' und kann nach außen hin klar, authentisch und situationsgemäß reagieren.